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Solarpotenzial fürs Dach prüfen – Photovoltaik-Eignung

Kostenlos prüfen Solarkataster-Idee Globalstrahlungsdaten PV-Eignung

Bevor du in eine Photovoltaik-Anlage investierst, lohnt ein Blick auf das Solarpotenzial deines Dachs: Wie viel Sonnenenergie kommt am Standort an, wie ist das Dach ausgerichtet und geneigt, und gibt es störende Verschattung? flurcheck.de zeigt dir das Solarpotenzial für jede Adresse in Deutschland auf Basis von Globalstrahlungsdaten – kostenlos, direkt auf der Karte.

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Auf Grundstück klicken → Einstrahlung am Standort als Grundlage für die Dacheignung
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Was bestimmt das Solarpotenzial eines Dachs?

Wie viel Strom eine PV-Anlage liefert, hängt von vier wesentlichen Faktoren ab. Ein Solarkataster bündelt diese Informationen – flurcheck.de liefert den wichtigsten Baustein, die Globalstrahlung am Standort:

  • Einstrahlung (Globalstrahlung): In Deutschland kommen rund 950 bis 1.250 kWh pro m² und Jahr an Sonnenenergie auf eine waagerechte Fläche. Süddeutschland liegt dabei höher als Norddeutschland.
  • Dachausrichtung: Süden liefert den höchsten Ertrag, Ost-West-Dächer etwas weniger, Norddächer kaum.
  • Dachneigung: Optimal sind etwa 30–35°. Abweichungen kosten nur moderat Ertrag.
  • Verschattung: Bäume, Nachbargebäude, Schornstein oder Gauben können den Ertrag teils erheblich mindern.

Dachausrichtung & Neigung – Süd vs. Ost-West

Die Ausrichtung entscheidet, wie viel der einfallenden Strahlung die Module tatsächlich nutzen. Süddächer sind die Referenz mit dem höchsten Jahresertrag. Reine Ost-West-Dächer erreichen rund 80–90 % davon, dafür verteilt sich der Strom gleichmäßiger über den Tag – morgens und abends – was den Eigenverbrauch begünstigt und heute meist wirtschaftlich ist. Reine Norddächer sind für Photovoltaik kaum geeignet.

Ausrichtung Rel. Ertrag Eignung
Süd ~100 % 🟢 Optimal
Südost / Südwest ~95 % 🟢 Sehr gut
Ost-West ~80–90 % 🟡 Gut, gleichmäßiger Tagesverlauf
Nord gering 🔴 Kaum geeignet

Die Neigung wirkt zusätzlich: Etwa 30–35° sind ideal. Flachere oder steilere Dächer haben nur moderate Abschläge. Bei Flachdächern werden die Module aufgeständert, um sie in den optimalen Winkel und nach Süden bzw. in Ost-West-Reihen zu bringen.

Wie viel Photovoltaik passt aufs Dach?

Mit ein paar Faustwerten lässt sich die mögliche Anlagengröße grob abschätzen:

  • Flächenbedarf: Rund 5–7 m² Modulfläche ergeben etwa 1 kWp (Kilowatt-Peak) installierte Leistung.
  • Ertrag: 1 kWp erzeugt in Deutschland je nach Standort und Ausrichtung etwa 900–1.100 kWh Strom pro Jahr.
  • Beispiel: Bei rund 50 m² gut nutzbarer Dachfläche sind grob 8–10 kWp möglich – das entspricht ungefähr 7.000–11.000 kWh pro Jahr.

Wie viel Fläche tatsächlich nutzbar ist, hängt von Dachfenstern, Gauben, Schornsteinen und der Verschattung ab. Die tatsächliche Modulbelegung sollte ein Fachbetrieb vor Ort planen.

Solarpflicht in Deutschland

In mehreren Bundesländern gilt inzwischen eine Photovoltaik-Pflicht, darunter Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Umfang und Stichtage unterscheiden sich jedoch je nach Land und Gebäudetyp deutlich – betroffen sind je nach Regelung etwa Neubauten, umfangreiche Dachsanierungen oder Nichtwohngebäude und Parkplätze.

Ob und in welchem Umfang für ein konkretes Vorhaben eine Pflicht besteht, richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht. Maßgeblich ist immer die aktuelle Regelung des Bundeslandes; diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.

Lohnt sich Photovoltaik?

Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage hängt stark vom Eigenverbrauch ab. Selbst genutzter Solarstrom ersetzt teuren Netzbezug und ist damit meist der attraktivste Anteil. Für den überschüssigen, ins Netz eingespeisten Strom gibt es die EEG-Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Je höher der Eigenverbrauchsanteil – etwa durch Wärmepumpe, E-Auto oder einen Batteriespeicher –, desto besser die Rendite. Das Solarpotenzial des Dachs ist dabei die Grundlage: Erst wenn Einstrahlung, Ausrichtung und Verschattung passen, lohnt sich die Investition. Lärm, Lage und Bodenwert eines Grundstücks lassen sich ergänzend über den Bodenrichtwert einordnen.

Häufige Fragen zum Solarpotenzial

Wie kann ich das Solarpotenzial meines Dachs prüfen?
Auf flurcheck.de einfach auf dein Grundstück klicken – du siehst die Globalstrahlung am Standort als Grundlage für die Eignung deines Dachs für Photovoltaik. Keine Anmeldung, kostenlos.
Welche Dachausrichtung ist für Photovoltaik am besten?
Süden liefert mit rund 100 % den höchsten Ertrag. Ost-West-Dächer erreichen ca. 80–90 %, verteilen den Strom aber gleichmäßiger über den Tag und sind heute meist wirtschaftlich. Reine Norddächer sind kaum geeignet.
Welche Dachneigung ist optimal für Solarmodule?
Optimal sind etwa 30–35°. Flachere oder steilere Dächer haben nur moderate Abschläge. Bei Flachdächern werden die Module aufgeständert, um den optimalen Neigungswinkel zu erreichen.
Wie viel Photovoltaik-Leistung passt auf mein Dach?
Als Faustwert benötigt 1 kWp grob 5–7 m² Modulfläche und erzeugt in Deutschland ca. 900–1.100 kWh Strom pro Jahr. Aus der nutzbaren Dachfläche lässt sich so die mögliche Anlagengröße abschätzen.
Gibt es in Deutschland eine Solarpflicht?
In mehreren Bundesländern gilt eine PV-Pflicht (u. a. Baden-Württemberg, NRW, Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein). Umfang und Stichtage unterscheiden sich je nach Land und Gebäudetyp – maßgeblich ist das jeweilige Landesrecht.
Mindert Verschattung den Solarertrag stark?
Ja. Bäume, Nachbargebäude, Schornsteine oder Gauben können den Ertrag teils erheblich mindern. Besonders kritisch ist Verschattung am Vormittag oder Nachmittag, wenn ein großer Teil des Tagesertrags anfällt.
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Datenquellen & Lizenzen
Globalstrahlung: © Deutscher Wetterdienst (DWD), Datenlizenz Deutschland – DWD – Solarenergie · Hintergrund: Photovoltaik – Wikipedia. Die angegebenen Faustwerte sind Richtwerte und ersetzen keine individuelle Planung durch einen Fachbetrieb.
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