Tipp: Fahr mit der Maus über eine Zone, um ihre Wertspanne und Nutzung zu sehen. Ein Klick fragt den exakten amtlichen Bodenrichtwert ab – mit Stichtag, Nutzungsart und, wo vorhanden, der Entwicklung über die letzten Jahre. Die Kartenposition lässt sich über „Ausschnitt teilen" weitergeben.
Die Flurstück-Abfrage rechnet Bodenrichtwert × Fläche, prüft Zonengrenzen am Grundstück und liefert eine Wertindikation.
Anzeige
So liest du die Bodenrichtwertkarte
- Deutschland-Überblick: Eine Heatmap zeigt, wo Boden teuer und wo er günstig ist – von Blau (unter 30 €/m²) bis Dunkelrot (über 1.500 €/m² für Bauland). Die Farbskala folgt der tatsächlichen Verteilung der Werte, damit auch Unterschiede im ländlichen Raum sichtbar bleiben.
- Ab Zoom 11 – die Zonen: Statt der Heatmap erscheinen die einzelnen Bodenrichtwertzonen in derselben Farbskala, ab Zoom 12 mit Zonengrenzen. Eine Zone fasst Grundstücke mit weitgehend gleichen Lagemerkmalen zusammen.
- Bauland oder Land- und Forstwirtschaft: Oben in der Seitenleiste umschalten. Agrarwerte liegen meist zwischen 0,50 und 8 €/m² und haben eine eigene, grüne Skala.
- Klick = exakter Wert: Die Farbe zeigt nur die Wertspanne. Den genauen amtlichen Wert samt Stichtag und Entwicklung liefert ein Klick in die Zone.
Was ist ein Bodenrichtwert?
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert des Bodens in Euro je Quadratmeter. Ihn ermitteln die unabhängigen Gutachterausschüsse für Grundstückswerte nach § 196 BauGB aus den tatsächlich gezahlten Kaufpreisen – also aus der Kaufpreissammlung, nicht aus Angebotspreisen. Er bezieht sich auf ein fiktives Richtwertgrundstück mit typischen Merkmalen der Zone (z. B. Nutzung, Geschossflächenzahl, Grundstückstiefe) und gilt für den unbebauten Boden – Gebäude sind nicht enthalten.
Wichtig für die Einordnung: Der Bodenrichtwert ist kein Verkehrswert. Weicht ein Grundstück in Größe, Zuschnitt, Bebaubarkeit oder Erschließung vom Richtwertgrundstück ab, kann sein Wert deutlich darüber oder darunter liegen. Ermittelt wird in der Regel alle zwei Jahre zum Stichtag 1. Januar, in einigen Ländern jährlich. Die Karte zeigt je Gemeinde den jüngsten veröffentlichten Stichtag.
Wofür du Bodenrichtwerte brauchst
- Grundstückskauf: Ein Angebotspreis deutlich über dem Bodenrichtwert ist ein Anlass, nach den Gründen zu fragen – ein Preis weit darunter ebenso.
- Erbschaft und Schenkung: Das Finanzamt bewertet unbebaute Grundstücke grundsätzlich mit dem Bodenrichtwert (§ 179 BewG).
- Grundsteuer: Im Bundesmodell und in mehreren Landesmodellen ist der Bodenrichtwert zum 1. 1. 2022 ein zentraler Rechenfaktor.
- Wertermittlung: Gutachter nutzen ihn als Ausgangswert und passen ihn mit Umrechnungskoeffizienten an das konkrete Grundstück an. Eine erste Wertindikation für ein Flurstück liefert flurcheck.de.
Datenquelle & Abdeckung
Die Zonen stammen aus den offenen BORIS-Daten (Bodenrichtwertinformationssysteme) der Länder, veröffentlicht von den Gutachterausschüssen und Oberen Gutachterausschüssen, überwiegend unter der Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0. Die Zonenkarte umfasst zwölf Länder: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (teilweise), Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. In Sachsen zeigt die Karte keine Zonenflächen, ein Klick liefert aber den amtlichen Wert am Punkt. In Bayern gilt das nur dort, wo der zuständige Gutachterausschuss seine Werte freigegeben hat – in München, Nürnberg oder Augsburg zum Beispiel nicht, in Würzburg, Bamberg oder Hof schon. In Baden-Württemberg und im Saarland geben die Gutachterausschüsse die Bodenrichtwerte bisher gar nicht frei; dort zeigt die Karte keine Werte. Kostenfrei ansehen kannst du sie in diesen Fällen in den amtlichen Landesportalen: BORIS Bayern, BORIS-BW und BORIS Saarland. Rechtsverbindlich sind allein die Veröffentlichungen der zuständigen Gutachterausschüsse.
Bodenrichtwerte nach Bundesland und Stadt
Die Karte zeigt alle Länder auf einmal. Zu jedem Bundesland und zu den großen Städten gibt es zusätzlich eine eigene Seite mit Flurstücksuche, Besonderheiten der Gutachterausschüsse und dem Bodenrichtwert-Niveau vor Ort:
- Bodenrichtwerte Baden-Württemberg
- Bodenrichtwerte Bayern
- Bodenrichtwerte Berlin
- Bodenrichtwerte Brandenburg
- Bodenrichtwerte Bremen
- Bodenrichtwerte Hamburg
- Bodenrichtwerte Hessen
- Bodenrichtwerte Mecklenburg-Vorpommern
- Bodenrichtwerte Niedersachsen
- Bodenrichtwerte Nordrhein-Westfalen
- Bodenrichtwerte Rheinland-Pfalz
- Bodenrichtwerte Saarland
- Bodenrichtwerte Sachsen
- Bodenrichtwerte Sachsen-Anhalt
- Bodenrichtwerte Schleswig-Holstein
- Bodenrichtwerte Thüringen
Bodenrichtwerte in großen Städten:
- Bodenrichtwert Stuttgart
- Bodenrichtwert Karlsruhe
- Bodenrichtwert Mannheim
- Bodenrichtwert Freiburg
- Bodenrichtwert München
- Bodenrichtwert Nürnberg
- Bodenrichtwert Augsburg
- Bodenrichtwert Potsdam
- Bodenrichtwert Frankfurt am Main
- Bodenrichtwert Wiesbaden
- Bodenrichtwert Rostock
- Bodenrichtwert Hannover
- Bodenrichtwert Köln
- Bodenrichtwert Düsseldorf
- Bodenrichtwert Dortmund
- Bodenrichtwert Essen
- Bodenrichtwert Duisburg
- Bodenrichtwert Bochum
- Bodenrichtwert Wuppertal
- Bodenrichtwert Bielefeld
- Bodenrichtwert Bonn
- Bodenrichtwert Münster
- Bodenrichtwert Mainz
- Bodenrichtwert Saarbrücken
- Bodenrichtwert Leipzig
- Bodenrichtwert Dresden
- Bodenrichtwert Magdeburg
- Bodenrichtwert Halle (Saale)
- Bodenrichtwert Kiel
- Bodenrichtwert Erfurt
Häufige Fragen
- Was zeigt eine Bodenrichtwertkarte?
- Die von den Gutachterausschüssen abgegrenzten Bodenrichtwertzonen mit ihrem durchschnittlichen Lagewert je m² – getrennt nach baureifem Land sowie land- und forstwirtschaftlichen Flächen.
- Ist der Bodenrichtwert der Preis meines Grundstücks?
- Nein. Er ist ein Durchschnittswert für ein typisches Grundstück der Zone. Größe, Zuschnitt, Bebaubarkeit und Erschließung können den Verkehrswert deutlich verschieben. Gebäude sind nicht enthalten.
- Wie aktuell sind die Werte?
- Meist Stichtag 1. Januar 2026; je nach Land werden die Werte alle ein oder zwei Jahre fortgeschrieben. Der konkrete Stichtag steht beim Klick auf eine Zone.
- Warum sehe ich in manchen Ländern keine Zonen?
- In Sachsen und in Teilen Bayerns gibt es keine Zonenflächen als offene Geodaten – ein Klick liefert dort trotzdem den amtlichen Wert am Punkt. In Bayern hängt das am jeweiligen Gutachterausschuss: in Würzburg, Bamberg oder Hof gibt es Werte, in München, Nürnberg oder Augsburg nicht. In Baden-Württemberg und im Saarland geben die Gutachterausschüsse bisher gar nichts frei; dort zeigt die Karte keine Werte. Kostenfrei ansehen kannst du sie in BORIS Bayern, BORIS-BW und BORIS Saarland.
- Kostet die Abfrage etwas?
- Nein. Die Karte, die Zonenabfrage, der Stichtag, die Wertentwicklung und die Wertindikation am Flurstück sind auf flurcheck.de vollständig kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. flurcheck.de verkauft keine Bodenrichtwert-Auskünfte und keine kostenpflichtigen Berichte; die Seite finanziert sich über Anzeigen. Geld kostet eine Auskunft nur, wenn du einen amtlichen Auszug beim Gutachterausschuss brauchst.
- Warum zeigt die Farbe nur eine Spanne?
- Die Karte zeigt die Zonen in Wertklassen, damit sie auch bei Hunderttausenden Zonen schnell und übersichtlich bleibt. Den exakten Wert mit allen Angaben liefert ein Klick.
Bodenrichtwerte: BORIS der Länder · © Gutachterausschüsse für Grundstückswerte bzw. Obere Gutachterausschüsse (überwiegend dl-de/by-2.0) · Basiskarte: OpenStreetMap-Daten, selbst gehostet · Luftbild: © Esri · Stand: Oktober 2026